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 und Tricks

Das Bewerbungsdossier
Ihr Bewerbungsdossier ist Ihre Visitenkarte und dient gleichzeitig als "Verkaufsprospekt"


Weshalb wollen Ausbildner ein Bewerbungsdossier?

Ganz einfach, um mehr von Ihnen zu erfahren. Sie möchten erkennen was für eine Persönlichkeit hinter dem Bewerber oder der Bewerberin steckt und mit dem Schulzeugnis alleine ist dies nicht möglich.

Das Bewerbungsdossier dient den Ausbildnern auch als Selektionsinstrument. Auf Grund des Dossier entscheiden sie, wen sie zu einem Vorstellungsgespräch einladen - oder eben nicht einladen.

Das Ziel eines Bewerbungsdossiers ist es, eine Runde weiterzukommen. Das heisst den Ausbildner beim Lesen zu beeindrucken, sodass Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Ein Bewerbungsdossier besteht aus:
  • Begleitbrief
  • Lebenslauf
  • Beilagen (Zeugnisse)

Der Begleitbrief

Der Lebenslauf

Der Begleitbrief ist dazu da, Ihre Motivation und Ihre Stärken dem Leser zu zeigen.


Erklären Sie in kurzen Worten
  • weshalb Sie gerade diesen Beruf gewählt haben.
  • was Ihnen an diesem Beruf besonders gefällt
  • weshalb Sie die Lehre bei der Firma XY machen wollen.


Wenn Sie bei dieser Firma schon geschnuppert haben, schreiben Sie was Ihnen besonders gefallen hat.

Führen Sie Ihre Stärken auf, welche in diesem Beruf besonders wichtig sind. Sie müssen jedoch ehrlich sein, denn Lügen fliegen beim Vor- stellungsgespräch sofort auf.

Schreiben Sie nicht einfach "Ich bin handwerklich begabt". Das kann jeder behaupten. Führen Sie Beispiele auf wie: "Ich habe eine Seifenkiste selber zusammengebaut und beim Rennen den 5. Platz gewonnen" etc. Beschreiben Sie Ihre Fähigkeiten somit in Bildern. Denn so kann sich der Ausbildner auch ein Bild von Ihnen machen.

Achten Sie darauf, dass der Text "süffig" zu lesen ist und nicht mehr als maximal 1 ½ A4-Seiten lang ist. Kein Ausbildner wird ein mehrseitiges Begleit-schreiben lesen, da er kaum die Zeit dazu hat. Schliesslich sind Sie nicht der einzige Bewerber.

Der Lebenslauf dient dazu, damit der Leser etwas über Ihre Biographie erfährt.

Ein Lebenslauf beinhaltet:
  • Ihre Personalien
  • Ihre Erfolge, Stärken und Ziele
  • Schulausbildung
  • Sprachkenntnisse
  • Besondere Kenntnisse
  • evt. erste Berufserfahrungen
  • Hobbies (persönliche Interessen)
  • Angaben zu den Eltern und Geschwister
  • Referenzen


Bei den Personalien reicht es, wenn Sie Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer und Nationalität angeben.

Wenn Sie Ausländer sind, geben Sie nur Name, Vorname, Adresse und Telefonnummer an. Eröffnen Sie dafür auf der 2.Seite eine neue Rubrik "Persönliche Angaben". Dort geben Sie ihr Geburtsdatum und Ihre Nationalität an. So zwingen Sie den Leser zuerst einmal Ihre Fähigkeiten kennen zu lernen. Im Geschäftsleben kommt es schliesslich darauf an - und nicht auf die Herkunft.

Zeigen Sie nun Ihre Erfolge! Führen Sie per-sönliche Erfolge auf. Nicht nur schulische Top-Leistungen sondern auch aus dem Privatleben. Schreiben Sie mindestens vier bis fünf Erfolge in kurzen Sätzen auf. Die aufgeführten Erfolge müssen jedoch für den Ausbildner von Nutzen sein.

Zeigen Sie Ihre Stärken! Überlegen Sie sich, weshalb Sie diese Erfolge hatten. Diese können Sie in Stichworten aufführen. Zum Beispiel:
flexibel, kreativ etc. So werden Ihre Erfolge glaubhaft.

Nennen Sie Ihre Ziele! Schreiben Sie in einem kurzen Satz Ihr Ausbildungs- und Ihr weiteres Berufsziel auf. Ausbildner wollen nämlich wissen, ob Sie überhaupt ein Ziel haben..


Nun geht es darum Ihre Kenntnisse zu präsentieren:

  • Führen Sie Ihre Schulausbildung in chronologischer Reihenfolge auf.
  • Führen Sie Ihre Sprachkenntnisse auf:
  • Muttersprache und Fremdsprachen
  • Besondere Kenntnisse (z.B. Traktor fahren etc)
  • Erste Berufserfahrungen, die Sie z.B. im elterlichen Betrieb machten. (Nur aufführen, wenn Sie berufliche Tätigkeiten über einen längeren Zeitraum und regelmässig ausübten. Schnupperlehren zählen nicht dazu!)


Nun präsentieren Sie Ihre Hobbies. Es zeigt dem Leser Ihre Interessen.

Am Schluss geht es um Ihre Familie. Name, Vorname und Geburtsdatum Ihrer Eltern und Geschwister gehören dazu - wie der Beruf oder die Ausbildung. Hier geht es darum, dass der Ausbildner sich ein Bild davon machen kann, ob in der Familie eine Unterstützung bei der Lehre geleistet werden kann.

Ganz am Ende geben Sie Ihren Lehrer oder Ihre Lehrerin als Referenz bekannt, damit der Ausbildner Rückfragen tätigen kann.

Ihre Schulzeugnisse müssen Sie als Beilage mitsenden. Egal wie gut oder schlecht die Noten sind. Wenn Sie dies unterlassen sind Ihre Unterlagen nicht vollständig. Und schon erhalten Sie das Ganze wieder retour.




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